Gendern – Wissenschaft in 60 Sekunden

Gaucher, Friesen und Kay (2011) untersuchten in ihren Studien, welchen Einfluss eine eher feminin oder maskulin formulierte Stellenbeschreibung hat.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Leser*innen, liebe LeserInnen,

solche Ausdrücke begegnen uns mittlerweile in verschiedensten Kontexten. Aber macht die gendergerechte Sprache in der Personalauswahl nur unnötige Umstände oder gibt es erhebliche Konsequenzen?

Gaucher, Friesen und Kay (2011) untersuchten in ihren Studien, welchen Einfluss eine eher feminin oder maskulin formulierte Stellenbeschreibung hat.

Dabei fanden vor allem TeilnehmerInnen -unabhängig von der Branche- diejenigen Stellenausschreibungen attraktiver, die durch stereotyp “weibliche” oder “männliche” Eigenschaften (z.B. “understanding” vs. “competitive”), ihrem eigenen Geschlecht entsprechend formuliert waren. 

Dieser Effekt war unabhängig von der Einschätzung der eigenen Kompetenz in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle, die von der Formulierung nicht beeinflusst wurde.

Eine unglücklich formulierte Stellenausschreibung kann also im schlechten Fall dazu führen, dass geeignete KandidatInnen sich nicht bewerben, weil sie sich trotz ihrer Kompetenz nicht zugehörig fühlen und/oder die Stelle nicht attraktiv finden. 

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